Kurz erklärt: Die künftige Rechnung mit QR-Code statt Einzahlungsschein

QR-Code Beispiel

Immer noch in Planung bei den Schweizer Finanzinstituten ist die Einführung der viel diskutierten QR-Rechnung, welche die heute eingesetzten orangen und roten Einzahlungsscheine ablösen soll.

Gemäss Information der zuständigen Stellen (Stand Sept. 2018) wird diese QR-Rechnung frühestens ab Mitte 2020 eingeführt.
Der ursprünglich geplante Termin Mitte 2019 wurde verschoben.

Wie diese QR-Rechnung aussehen soll, wurde im April 2017 bekannt gegeben. Der sogenannte Swiss QR Code enthält alle für die Zahlung notwendigen Informationen in digitaler Form. Er weist ein Schweizer Kreuz als Erkennungsmerkmal auf. Zusammen mit den aufgedruckten ’normal‘ lesbaren Informationen bildet er den Rechnungs-Zahlteil im Format A6 (siehe nachfolgende Abbildung).

Zahlteil QR-Rechnung

 

Die wesentlichen Neuerungen der QR-Rechnung für die Rechnungssteller

  • Die QR-Rechnung kann mit handelsüblichen Druckern selbst erstellt werden, da der Zahlteil nur noch schwarz-weiss ist.
  • Die QR-Rechnung kann zusätzliche Informationen wie beispielsweise die Unternehmens-Identifikation oder eine Rechnungsnummer an den Rechnungsempfänger enthalten, die eine automatische Abstimmung mit der Buchhaltung ermöglichen.
  • Der Swiss QR Code selbst kann beispielsweise auf Plakaten oder Flyern angebracht (z.B. für Spenden) und für heute schon bestehende oder zukünftige alternative Zahlverfahren genutzt werden.

Die wesentlichen Neuerungen der QR-Rechnung für die Rechnungsempfänger

  • Der Zahlteil der QR-Rechnung ist schwarz-weiss statt farbig, was für einen besseren Kontrast sorgt und dadurch die Lesbarkeit auch für Personen mit eingeschränktem Sehvermögen verbessert.
  • Rechnungsempfänger können mit nur einem Klick sämtliche Zahlungsinformationen beispielsweise per Smartphone (Mobile Banking) oder Lesegerät (E-Banking) erfassen und an die Bank senden. Die manuelle Erfassung oder nachträgliche Ergänzung von Daten entfällt.
  • Alle für die Zahlung notwendigen Informationen sind sowohl im Swiss QR Code enthalten als auch auf dem Zahlteil aufgedruckt. Die Zahlungsinformationen sind damit auch ohne technische Hilfsmittel lesbar.

Wie bei den heutigen Einzahlungsscheinen kann man die QR-Rechnung mit oder ohne Betrag ausstellen.
Der Rechnungszahler kann die Zahlungsinformationen zudem nach wie vor auch von Hand im E-Banking erfassen, per Papier an das Finanzinstitut senden oder am Postschalter für die Einzahlung verwenden.

Beispiel einer QR-Rechnung mit aufgedruckten Zahlteil

Beispielrechnung mit QR-Code
(Abbildung zur Verfügung gestellt von paymentstandards.ch)

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